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Bulgarien
Bulgarien verfügt über vergleichsweise wenig Ressourcen an Kohlenwasserstoffen. Aus diesem Grund war das Land bis zum Jahr 2004 vollständig von Gasimporten abhängig, die traditionell aus Russland kommen. Mitte 2004 ist das off-shore Gasfeld Galata in Produktion gegangen und hat in den Jahren 2005 und 2006 etwa 15 % des Erdgasbedarfs Bulgariens abgedeckt. Seit 2007 geht die Gewinnung inländischen Erdgases wieder zurück und der Eigenförderung von etwa 300 Mio. m3 steht heute eine Importmenge von mehr als 3 Mrd. m3 gegenüber.
 
In den letzten 15 Jahren durchlief die bulgarische Industrie einen weitreichenden Konsolidierungs- und Restrukturierungsprozess. In diesem Zusammenhang haben energieintensive Unternehmen ihre Produktion reduziert oder wurden ganz geschlossen. Dies hatte einen unmittelbaren Effekt auf den Gasbedarf des Landes, welcher in der zweiten Hälfte der 90-er Jahren um ca. 50 % einbrach. Im Jahr 1995 war der Betrag noch 6 Mrd. m3, in 2006 nur noch 2.9 m3.
 
Durch den EU-Beitritt haben sich für Bulgarien neue Wachstumsmöglichkeiten eröffnet, welche ein nachhaltiges Wirtschaftwachstum ermöglichen. Der Gasverbrauch wächst kontinuierlich und hat im Jahr 2008 3,3 Mrd. m3 erreicht. Der steigende Zufluss ausländischer Investitionen in Industrie und Landwirtschaft bilden eine stabile Grundlage für die zukünftige positive Entwicklung des Gasmarktes des Landes. Vor dem Hintergrund des weiter ansteigenden Erdgasbedarfs ist Bulgarien sehr an der Realisierung der Projekte NABUCCO und SOUTH-STREAM interessiert und beteiligt sich aktiv an deren Entwicklung.
 
Erdgas in Bulgarien - Marktsituation: